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Budapest: Die ungarische Metropole an Buda und Pest - Stadt der Bäder
Budapest,
auf Deutsch auch Ofen-Pest, ist die Hauptstadt und zugleich größte
Stadt der Republik Ungarn. Mit etwa 1,7 Millionen Einwohnern ist
Budapest die achtgrößte Stadt der Europäischen Union. Die
Einheitsgemeinde Budapest entstand 1873 durch die Zusammenlegung der
zuvor selbständigen Städte Buda, Pest und Óbuda. Der Name Budapest
selbst tauchte zuvor nicht auf, üblich im Sprachgebrauch war Pest-Buda.
Die Geschichte der Budapester Bäder kann auf eine Vergangenheit von
2000 Jahren zurückblicken. Bereits die Römer nutzten die Quellen der
Stadt. Aus dem Jahr 1178 gibt es Hinweise auf eine Siedlung Felhéviz
auf dem Gebiet vom heutigen Óbuda – der Name bedeutet „Heilquelle“. Am
Gellértberg wird die Elisabeth-Quelle erwähnt (die heilige Elisabeth
war die Tochter von König Andreas). Die Herrschaft der Osmanen brachte
unter anderem eine andere Badekultur in die Stadt, die Baudenkmäler
dieser Zeit sind bis heute in Gebrauch. Im 18. Jahrhundert, nach einem
Erlass von Maria Theresia begann man sich mit der Analyse der
Heilquellen der Stadt auseinanderzusetzen. 1812 begann man auf
Vorschlag von Pál Kitaibel damit, die Quellen zu systematisieren, er
schrieb auch eine Hydrografie der Stadt. 1930 wurde Budapest, als
Stadt mit den meisten heilenden Quellen, der Titel „Badestadt“
verliehen.
Die
wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen am Ufer der Donau. Auf
der westlichen, Budaer Seite erhebt sich der felsige Gellértberg mit
der Freiheitsstatue und der Zitadelle. Am Fuße des Berges liegt das
Gellért-Hotel mit Thermalbad sowie weiter flussabwärts der Hauptbau
der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität.
Nördlich des Gellértberges liegt der Burgberg mit der ehemaligen
Königlichen Burg. Sie beherbergt heute die Nationalbibliothek, die
Nationalgalerie sowie das Stadtmuseum. Neben der Burg befindet sich im
klassizistischen Sándor-Palais der Sitz des ungarischen
Staatspräsidenten.
Am östlichen Donauufer, auf der flachen Pester Seite, erheben sich das
Parlamentsgebäude, die Akademie der Wissenschaften, eine Reihe großer
Hotels am so genannten Donaukorso, die Pester Redoute (Ballsaal), die
Corvinus-Universität (Wirtschaftsuniversität) Budapest und weiter
südlich das Nationaltheater und der Palast der Künste. Die Donau ist
die eigentliche Hauptattraktion Budapests und wird im Stadtgebiet von
neun stadtbildprägenden Brücken (z.B Freiheitsbrücke) überspannt. Die bedeutendste, weil älteste und zugleich
Wahrzeichen der Stadt, ist die Kettenbrücke.
Im nördlichen Teil des Burgbergs erhebt sich die Matthiaskirche und,
ihr zur Donau hin vorgelagert, die Fischerbastei. Das Budaer
Burgviertel und das Donaupanorama stehen seit 1987 auf der Liste des
UNESCO-Weltkulturerbes. Unter dem Burgviertel verläuft ein teils
öffentlich zugängliches Labyrinthsystem.
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